Unsere Pflegestellen

Zur Zeit (Stand November 2017) leben 206 Tiere in unserer Obhut - und zwar 3 Hühner, 45 Gänse, 3 Erpel, 3 Enten, 2 Esel, 30 Pferde, 11 Ziegen, 38 Schafe, 49 Schweine und 22 Rinder.

Unsere Tiere sind auf insgesamt 12 Höfen, die sich in verschiedenen Bundesländern befinden, zu Hause. Keiner dieser Höfe befindet sich, wie manchmal angenommen wird, im Eigentum von Schutzengel für Tiere. Nur einer der Höfe (Pferdeschutzhof Korschenbroich bei Mönchengladbach) ist vom Verein gepachtet und wird von uns selbst bewirtschaftet, auf allen anderen Höfen haben wir lediglich unsere Tiere in Pension gegeben. Diese Pflegestellen arbeiten also in Eigenregie auf der Grundlage von Pensionsverträgen für Schutzengel für Tiere. Sie werden von uns regelmäßig ohne Voranmeldung kontrolliert. Es handelt sich um ausgesuchte Landwirte oder andere Tierschutzvereine mit eigenen Höfen. Nachfolgend stellen wir Ihnen die einzelnen Pflegestellen vor.

Nordrhein-Westfalen

Gepachteter Pferdeschutzhof in 41352 Korschenbroich bei Mönchengladbach (am Niederrhein)

Hier haben seit April 2005 sieben unserer Pferde ihr Zuhause. Die Anlage umfasst:


Die Pferde werden im Rahmen des Möglichen homöopathisch behandelt, immer aber nach einer schulmedizinischen Diagnose der örtlichen Pferdefachtierärztin. Die tägliche Stallarbeit und Pflege der Anlage wird abwechselnd von vier Minijobberinnen geleistet. Unterstützt von fünf ehrenamtlichen Helferinnen für die Nachmittagsdienste. Der Verpächter wohnt gleich nebenan und ist staatlich geprüfter Hufbeschlagsschmied, so dass auch für die regelmäßige kompetente Hufpflege gesorgt ist. Denn einige unserer Oldies brauchen orthopädische Beschläge. Auf dem Pferdeschutzhof sind sieben Pferde und Ponys zuhause.

Pflegestelle 47608 Geldern (am Niederrhein)

Diese Pflegestelle haben wir seit 2006, aktuell sind dort 2 Esel, 3 Ponys und zwei Pferde zu Hause. Insgesamt leben dort 60 Pferde und Ponys, einige Hunde, Katzen, Gänse und Hühner. Lange vor Schutzengel für Tiere e.V. hatte schon der Bund gegen den Missbrauch der Tiere seine Pferde in die Obhut von Heinz-Josef und Marlene Buffen gegeben.

Und zahlreiche andere Pferdebesitzer, die auf eine artgerechte Haltung ihrer Tiere mit viel Weidegang Wert legen. Hier steht nämlich kein Pferd 23 Stunden am Tag in der Box, alle dürfen raus. Die Ställe sind sehr hell und luftig, geschlossene Boxenwände gibt es nicht, sie bestehen komplett aus dicken Gitterstäben, so dass die Pferde auch in den Boxen Kontakt miteinander aufnehmen können. Die Aussicht nach draußen wird nur in der kalten Jahreszeit durch Windschutznetze eingeschränkt. Das ist sehr gut für die Atemwege der Pferde und bietet den "Rentner"-Pferden vom Tierschutz eine Art "Fernseh"-Unterhaltung: Denn sie können, nach der Weidezeit, von ihren Boxen aus den jungen "Kollegen", die noch in Diensten sind, bei der Arbeit auf dem Reitplatz zuschauen.

Pflegestelle 47665 Sonsbeck (am Niederrhein)

Diese wunderschöne Offenstallanlage mit drei Hektar Weide, Reitplatz, Unterstand, Putzplatz, Round-Pen und vielem mehr wurde von einer jungen Frau gepachtet, die für ihre beiden Pferde ein Leben in größtmöglicher Freiheit bieten wollte. Zwei andere Pferdebesitzer haben ihre Pferde später dazugestellt und so entwickelte sich eine glückliche Herde von Pferden, die ihren Tagesablauf komplett frei gestalten dürfen. Zur Zeit (November 2017) sind es mit unserer Stute Illusion und unserem Wallach „Schoko“ sechs Pferde.

Die riesige Scheune des Hofes wurde zum Offenstall umfunktioniert. Er bietet den Pferden durch seine dicken Wände im Sommer perfekten Schutz vor Hitze und vor den am Niederrhein besonders lästigen Bremsen und anderen Plagegeistern.

Pflegestelle 47495 Rheinberg (am Niederrhein)

Immer wieder gibt es Pferde, die aufgrund ihrer Vergangenheit oder Erkrankung besondere Anforderung an die Haltungsweise stellen. Unser ehemaliges Galopprennpferd Skin Man fühlt sich in einer Box überhaupt nicht wohl und das an Ataxie erkrankte ehemalige Sportpferd „Wolkentanz“ ist auch in einer Haltungsweise am besten aufgehoben, wo er sich immer frei bewegen kann. Dafür ist die Pflegestelle auf Gut Pottdeckel ideal, denn die Pferde leben hier in einer großen Herde. Von Mai bis Oktober auf großen Wiesen direkt am Rhein, von November bis April auf großen Paddocks mit Heuraufen und direktem Zugang zu einem Offenstall. Es gibt Rentnerpferde in der Herde, die wie unsere ihren Lebensabend auf Gut Pottdeckel verbringen dürfen. Aber auch Jungpferde, die in der Herde sozialisiert werden sollen, und dann im Alter von drei Jahren wieder abgeholt werden, um zum Reitpferd ausgebildet zu werden. Oder Rekonvaleszenten, die eine Auszeit vom Reitpferdedasein genießen dürfen. Die Herde umfasst immer zwischen 30 Pferden im Winter und bis zu max. 70 Pferden in den Sommermonaten.

Die Pferde werden täglich auf ihren Gesundheitszustand kontrolliert und wer dort zu Besuch ist, spürt deutlich die große Zufriedenheit und Gelassenheit der Tiere.

Pflegestelle 59514 Welver-Schwefe (bei Soest)

Pflegestellen für Schweine zu finden, in denen sie in Freilandhaltung leben dürfen, ist extrem schwer, da es heute in der Nähe fast aller idyllisch gelegenen Bauernhöfe Wildschweine gibt, denen man nachsagt, dass sie diese Krankheit auf in Freilandhaltung lebende Hausschweine übertragen könnten.

In großen Teilen von NRW, Hessen und Rheinland-Pfalz wird die Freilandhaltung von Schweinen deshalb des öfteren für mehrere Monate oder gar Jahre untersagt, wenn Fälle von Schweinepest aufgetreten sind. Deshalb sind wir heilfroh, dass es in der unmittelbaren Nähe von der Pflegestelle Schwefe in der Nähe von Soest keine Wildschweine gibt und unsere Schweine dort ein Areal von etwa drei Hektar (30.000 Quadratmeter) mit Offenställen und schönen Suhlen bewohnen dürfen. Die Fläche ist unterteilt in fünf Wiesen mit jeweils separatem Offenstall. Zur Zeit sind 25 Schweine von Schutzengel für Tiere in Schwefe bei Soest auf dem Hof von Landwirt Ulrich Nölle zu Hause. Gefüttert werden Maissilage, Getreideschrot, Treber und Runkelrüben. Und natürlich gibt es auf den Weiden frisches Gras.

Zwei ehrenamtliche Helferinnen, Karin und Hannah, die in der Nähe wohnen, schauen regelmäßig am Wochenende nach dem Rechten und versorgen unsere Wutzen zusätzlich mit Schüsslersalzen und homöopathischen Medikamenten, wenn nötig.

Pflegestelle 59199 Bönen

Der Garten der Familie Brock in Bönen bei Kamen hat sich schon lange in einen Lebenshof für viele Tiere verwandelt. Es gibt u.a. ein Gehege mit Mini- und Hängebauchschweinen, wo auch unser Minischwein Ernie zu Hause ist.

Pflegestelle 59581 Warstein

Dort sind auf dem kleinen Hof von Matthias Pieper mit schön gelegenen Weiden seit 2015 unsere Haflingerdamen Linnea und Mika zu Hause. In der freundlichen Jahreszeit können die Pferde dort Tag und Nacht draußen bleiben, im Herbst und Winter steht ein großer Paddock zur Verfügung. Auf dem Hof stehen insgesamt 10 Pferde und die Stute Paula geriet in Not, denn ihre Besitzerin ließ sie im Stich. So sorgen wir dort zurzeit für drei Pferde. Schätzen tun wir an dem Hof die sehr ruhige Atmosphäre, unsere traumatisierte Linnea ist dort sichtlich zur Ruhe gekommen.

Pflegestelle 40882 Ratingen

Der große, aber sehr gemütliche Pensionshof „ Gut Spiekershof“ mit Chefin Hannelore Rosendahl bietet vielen Pferden ein schönes Zuhause. Wir sind an diese Pflegestelle nur durch „Remo“ gekommen, ein Pferd, dessen Besitzer verstorben ist. Die Stallgemeinschaft bat um Hilfe, um ein großes Loch bei der monatlichen Stallmiete zu stopfen, damit der schon stolze 35 Jahre alte Wallach weiterhin seinen Lebensabend auf dem Hof verbringen darf. Die Haltung dort ist sehr artgerecht und Remo wird toll versorgt. Deshalb erklärten wir uns bereit, zu helfen.

Pflegestelle Kelmis und Moresnet (bei Aachen, kurz hinter der Grenze in Belgien)

Der Tierschutzverein Aachen unterhielt mehrere Jahre eine "Tierauffangstation" für Großtiere. Zuletzt 10 Pferde und drei Rinder (überwiegend ältere, nicht mehr vermittelbare Tiere), wurden von Anfang an ehrenamtlich von Frau Birgit Wintersteller, unterstützt von einer Stallhilfe, mit ungeheurem Engagement betreut.

2014 wurde ihr mitgeteilt, "dass die Großtiere aufgrund eines Mitgliederbeschlusses abgegeben werden müssen". Frau Wintersteller konnte verständlicherweise den Gedanken nicht ertragen, dass den teilweise altersbedingt schon sehbehinderten Pferden ein Ortswechsel bevorsteht und suchte nach einer Lösung.

Pacht-, Futter-, Tierarzt- und Hufschmiedkosten für 12 Großtiere privat zu finanzieren, ist für einen Normalverdiener aber unmöglich. Schutzengel für Tiere erklärte sich bereit, vier Pferde und zwei Ponys zu übernehmen, wenn Frau Wintersteller weiterhin ehrenamtlich die Versorgung übernimmt und der Aachener Tierschutz das Ganze finanziell unterstützt. So konnten die Tiere alle in ihrer gewohnten Umgebung bleiben und der Tierschutzverein für Städteregion Aachen stahl sich auch nicht ganz aus der Verantwortung, sondern spendete bis heute 56.000 € an Schutzengel für Tiere e.V. Unter der Voraussetzung, dass Schutzengel für Tiere dieses Geld verwaltet und die Rechnungen für die Tiere davon bezahlt. Nach nun dreieinhalb Jahren (Stand November 2017) ist diese Summe, die für das Wohl von anfangs 13 Großtieren verwendet wurde, aufgebraucht. Auch Instandhaltungsarbeiten an den Weideunterständen mussten von dem Geld bestritten werden. Heute leben in der Obhut von Frau Birgit Wintersteller außer unseren vier Pferden Daisy, Lucy, Heidi, Diabolo und den Ponys Alfi und Billy noch die Ochsen Bobby und Peppi sowie die Pferde Amigo, Toni und Romina.

Die Patensuche gestaltet sich sehr schleppend und wir hoffen, dass der Tierschutzverein für die Städteregion Aachen e.V. seinem Versprechen, uns weiterhin zu unterstützen, auch nachkommt.

Niedersachsen

Pflegestelle 49453 Rehden (zwischen Osnabrück und Bremen)

Dies ist unsere größte Pflegestelle mit zurzeit (Stand November 2017)
22 Schweinen, 23 Rindern, 11 Schafen, 45 Gänsen, 3 Erpeln und 3 Enten.
Wir haben die Pflegestelle seit 2003.


Haltung der Rinder: Unseren Rindern steht eine Weidefläche von ca. 10 Hektar (100.000 qm) mit einem rund 250qm großen Weideunterstand zur Verfügung. Um die bis zu mehr als eine Tonne schweren Rinder für notwendige tierärztliche Behandlungen sicher für Tier und Mensch fixieren zu können, wurde ein stabiles Fanggitter mit einem Treibgang und einem sogenanntem "Headgate" gebaut. Dieses ist automatisch oder per Hand blitzschnell zu öffnen und zu schließen und fixiert die Tiere für notwendige Behandlungen/Untersuchungen am Hals sicher und schmerzfrei. Es gibt einen von unserem Betreuer selbst gebauten hydraulisch betriebenen Klauenpflegestand, der auf Größe und Körperumfang unserer sehr unterschiedlich großen und schweren, teilweise gehörnten und ungehörnten Tiere einstellbar ist.

Im Winter sind die Oldies unter unseren Rindern und auch die ganz jungen Rinder, die sich gegen ranghöhere Rinder schlecht durchsetzen können, aufgestallt, damit sie genug zu fressen bekommen. Selbstverständlich nicht in Anbindehaltung – sie können sich frei im Stall bewegen und stehen natürlich auf reichlich Stroh. Der große Stall ist nach vorne nur durch dicke Rohre begrenzt , so wirkt der Stall trotzdem offen und die Tiere können schön rausgucken. Es gibt einen zweiten Stall, den wir auch für Schafe nutzen, deshalb kann er nach vorne nicht offen sein. Aber auch dort haben die Tiere genug Platz, durch Lichtplatten ist es hell und bei windstillem Wetter steht ein Schiebetor, so dass auch für frische Luft gesorgt ist.

Haltung der Schweine: Die Schweine leben von Mai bis Oktober (je nach Wetter auch bis weiter in den Herbst hinein) in einem Gehege von 3000 qm mit Suhle und Hütten als Witterungsschutz. Die ungemütliche Jahreszeit verschlafen sie zum größten Teil in einem geschlossenen, aber hellen Stall mit dickem Strohbett. Ganzjährige Freilandhaltung ist in Rehden leider nicht möglich, weil der Boden durch das nahegelegene Moor hier im Herbst und Winter extrem nass ist. Gerade unsere alten Schweine sind deshalb dann im Stall viel besser aufgehoben als draußen.

Für die Fütterung der Schweine wurden Futterbuchten mit Verriegelungstechnik angeschafft. Diese stammen zwar aus der "Massentierhaltung", sind aber sehr zweckmäßig, denn Schweine sind extrem futterneidische Tiere mit einer ausgeprägten Rangordnung. Bei freier Fütterung hätten rangniedere Tiere immer das Nachsehen. In den Futterbuchten dagegen kann jedem Schwein eine angemessene Futterration zugeteilt werden und jedes Schwein kann selbst entscheiden, wie lange es in der Futterbucht bleiben möchte. Wenn die Schweine nämlich zur Fütterungszeit in die Bucht hineinlaufen, drücken sie mit dem Rüssel ein Gitter aus dem Trog hoch, wodurch der Eingang der Bucht hinten verriegelt wird. Und öffnen tut sich das Gitter erst wieder, wenn das Schwein rückwärts geht und das Gitter mit seinem Hinterteil aufdrückt.

Soll ein einzelnes Schwein vom Tierarzt behandelt werden, können die Buchten auch von Hand auf "Verriegeln" gestellt werden, so kann sich niemand der notwendigen Behandlung entziehen. Auf diese Weise sind auch Injektionen und das bei den männlichen Tieren gelegentlich notwendige Kürzen der ständig wachsenden Eckzähne (Hauer) relativ stressfrei möglich, da sich die Schweine während des Fressens kaum darum kümmern, was um sie herum geschieht.

Haltung der Schafe: Leider gibt es rund um Rehden zunehmend mehr Wölfe, so dass die Schafe nachts nicht draußen bleiben dürfen. So ist unsere kleine Herde von 11 Schafen tagsüber draußen und kommt abends immer in den Stall, dort bekommen die Schafe dann auch das für ihre Verdauung wichtige Heu zu fressen. Im Winter dürfen sie bei gutem Wetter natürlich auch raus.

Haltung der Gänse und Erpel: Diese Tiere leben bei uns auf einer Weide von rund 3000 qm mit einem 30qm großen Teich. Bei Einbruch der Dämmerung stehen sie schon schnatternd am Weidentor und warten darauf, in den Stall gelassen zu werden. Denn bei Dunkelheit besteht für Gänse und Enten Lebensgefahr durch den Fuchs. Betreut werden unsere Tiere von zwei erfahrenen Landwirten, von denen einer mit seiner Familie auf dem Hof wohnt. Seine eigene Landwirtschaft hat er glücklicherweise weitgehend aufgegeben, ein paar eigene Rinder hat er allerdings zurzeit. Eigentlich passt es ethisch natürlich nicht zusammen, Tierschutztiere und Tiere, die irgendwann leider geschlachtet werden, unter einem Dach zu halten. Allerdings können wir uns schlecht jedes Mal einen neue Pflegestelle für unsere Rinder suchen, wenn etwas aus Sicht der Tierrechtler nicht ganz in Ordnung ist. Denn das wäre mit immensen Kosten und auch Stress für die Tiere verbunden. Wir haben nun mal leider keinen eigenen Hof für unsere Rinder, deshalb müssen wir gelegentlich mit Kompromissen leben.

Aber den Tierrechtlern auf Facebook, die uns gelegentlich dafür ein wenig beschimpfen, sei gesagt, dass auch Tiere des Landwirtes, die mit unseren unter einem Dach leben, natürlich davon profitieren, dass unsere Tiere nicht auf einem reinen Lebenshof untergebracht sind. Denn selbstverständlich gibt es auch für seine Tiere keine Anbindehaltung und auch sie stehen auf Stroh, es gibt auf dem ganzen Hof keine Spaltenböden mehr. Und von Frühjahr bis Herbst stehen auch seine Rinder auf der Weide, allerdings getrennt von unseren Tieren auf weiter entfernten Wiesen, nicht in Hofnähe. Einen Abtransport bekommen unsere Schützlinge also garantiert nicht mit. Keines unserer Tiere wird geschlachtet, wenn sie unheilbar krank sind und keine Lebensqualität mehr haben. Sie werden alle auf dem Hof eingeschläfert.

Rheinland-Pfalz

Pflegestelle 55469 Simmern (Nähe Koblenz, Hunsrück)

Diese Pflegestelle gehört seit 2003 zu Schutzengel für Tiere und ist unsere landschaftlich schönste. Sie befindet sich im idyllisch gelegenen Kondtal direkt bei Simmern. Es ist ein kleines Paradies, in dem unsere zurzeit (November 2017) 38 Schafe und 11 Ziegen leben dürfen - eine naturbelassene, mit Büschen und großen Sträuchern bewachsene Fläche von über zwei Hektar mit einem schönen großen Offenstall.

Außerdem gibt es einen "Isolierstall" für kranke Tiere. 25 feuerverzinkte Mobilzaunelemente finden bei Bedarf als mobiler Weidezaun Verwendung. Unsere Betreuer Christine und Christian Pullig sind sehr naturverbunden und leben selbst in unmittelbarer Nähe der Schafweide in einem urigen Holzhaus. So haben sie die Tiere immer unter Kontrolle. Anfangs lebten bei der Schafherde auch Ziegen. 2003 nur Burenziege Mathilde, die leider schon das Zeitliche gesegnet hat. Sie war von Anfang an die Chefin der Herde und die Schafe ordneten sich ihr widerspruchslos unter. Später kamen noch Ziege Mara und der junge kastrierte Ziegenbock Mikesch hinzu. Und damit hatten wir plötzlich eine "Ziegengang", die nur Blödsinn im Kopf hatte. Eine der Lieblingsbeschäftigungen der drei war das Boxen friedlich schlafender Schafe. Auch an der Heuraufe gab es immer wieder Randale durch die Ziegen.

Deshalb gibt es bereits seit 2010 in Simmern für die Ziegen ein eigenes Gehege von etwa einem Hektar Größe mit Stall und mehreren weiteren Unterstellmöglichkeiten bzw. Futterplätzen. Dafür sind in erster Linie die Schafe extrem dankbar. Auf diese Weise konnten auch weitere Ziegen in Simmern Aufnahme finden. Die Herde ist inzwischen auf elf Tiere angewachsen und es gibt immer Action. Seit Sommer 2017 verfügt das Ziegengehege sogar über ein Minigebirge, auf dem sich die Ziegen begeistert sonnen. Kletteraktivitäten dagegen halten sich in Grenzen.

Pflegestelle 57635 Ersfeld (nördlicher Westerwald, Nähe Siegburg, Rheinland-Pfalz)

In Ersfeld ist der Gnadenbrothof Ziegenhain e.V. zu Hause, in dessen Obhut wir im April 2008 unser Schwein Robby gegeben haben, nachdem er von unseren großen Schweinen in der Pflegestelle Schwefe "gemobbt" wurde. Wir sind sehr glücklich darüber, dass unser Robby dort so gut versorgt ist, dass er nun (November 2017) schon stolze 17 Jahre alt ist. Außer Robby lebt dort noch unsere Minischweindame Ronya.

Geleitet wird der Hof von Cranio-Sacral-Therapeutin Andrea Mais, mit der uns eine lange Freundschaft verbindet. Bei ihr leben zahlreiche Pferde, außerdem Hunde, Schafe, Kaninchen, Hühner und Schweine, die oft schwer krank von ihr gerettet und anschließend erfolgreich therapiert wurden. Wenn Sie mehr über die cranio-sacrale Therapie wissen möchten, schauen Sie hier.

Baden-Württemberg

Pflegestelle 69168 Wiesloch (zwischen Heidelberg und Heilbronn

Auch diese Pflegestelle wird von einem Tierschutzverein betrieben - nämlich Rosinantes Paradies für Pferde in Not e.V. Mit der ersten Vorsitzenden des Vereins, der Zahnärztin und sehr erfahrenen Pferdehalterin, Regina Strubel, verbindet uns ebenfalls eine lange Freundschaft. Sie beherbergt auf einem urgemütlichen Hof namens Rosinantes Ranch zehn Pferde und Ponys, aber auch Ziegen, Katzen und Schildkröten.

Mehrere junge Frauen aus Wiesloch und Umgebung verbringen dort sinnvoll ihre Freizeit. Dort sind drei Ziegen von uns zu Hause und seit Anfang November 2017 unterstützen wir das von Rosinantes Paradies aufgenommene ehemalige Polizeipferd Levano zunächst mit 50 EUR monatlich.

Bayern

Pflegestelle 97440 Schweinfurt

Hier sind unsere Ponys Indy und Summer seit März 2017 zu Hause. Betreut werden sie von Frau Susanne Rieder, die sehr pferdeerfahren und eine begnadete Tierschützerin ist. Es gibt auf dem Hof auch eine Reithalle, was besonders im Winter von Vorteil ist. Natürlich werden unsere Ponys nicht geritten, aber in der Halle können sie sich prima auch bei gefrorenem Boden bewegen.

Pflegestelle 86653 Monheim (Nähe Donauwörth)

Dieser Hof der Familie Bigler liegt landschaftlich wunderschön, am Rande des Altmühltals. Dort sind unsere Kamerunschafe zu Hause. Sie leben in Gesellschaft anderer Tierschutzschafe auf einer großzügigen Wiese mit Offenstall. Leider können dort keine weiteren Tiere mehr aufgenommen werden. Die Familie ist mit ihrer großen Landwirtschaft zeitlich völlig ausgelastet.